Die eine Sache, der du in Los Angeles nicht entfliehen kannst, sind die Burger. An jeder Ecke ein Laden mit der ewig gleichen Auswahl: Hamburger, Cheeseburger, Double, Bacon, Veggie, Diabetes. Spezialangebot: Super Size! Du wirst satt und es ist billiger als selbst zu kochen. Das bezeugen auch all die Menschen, die nicht mehr imstande sind zu gehen, sondern über die Straße watscheln und deren Arsch sich über zwei Stühle erstreckt. Sie sitzen wie ruhig gestellte Zombies in “Restaurants”, vor riesigen Bildschirmen und bewundern die neuesten Katastrophen, Fox News sei Dank.

Das krasse Gegenteil dann in den besseren Vierteln, wo Tag und Nacht muskelbepackte Männer und Frauen mit ihren iPods Gassi gehen. Der verzweifelte Versuch, die satanischen Kalorien abzutrainieren. Die großen Vorbilder Pitt, Jolie und Co. blicken mit breitem Grinsen von ihren Billboards auf sie herab. Die Jagd nach dem versprochenen American Dream scheint so einfach. Nur ein Casting, ein guter Tag! Weg vom Burger grillen in der Imbissbude und rein ins Rampenlicht, ins Blitzlichtgewitter, den eigenen Stern auf dem Hollywood Blvd., Sex, Drugs and Fame.

Die ganzen gescheiterten Existenzen am Straßenrand verdrängt man dabei ganz gerne. Schließlich haben die es gar nicht mal so schlecht am Venice Beach. Baden im Meer, pennen im Sand, für einen Burger betteln am Straßenrand.

Hoffe, GEMA geofickt euch nicht bei dem Video (RHCP – Under the Bridge)… Und wenn, dann bitte verhüten, sonst kommen viele kleine Copyright Bastarde raus, die zu Abmahn-Anwälten werden, wenn sie groß sind.